Samstag, 5. November 2011
Hände zittern.
Musik so dröhnend laut, Lautstärke 2%. Die Stimmen schreien durch die Stadt, alle flüstern. Die Sonne ist zu hell, die Wolke verdeckt sie. Du drängst mich von der Straße immer Richtung Abgrund. Du schlägst zu, blind vor Wut, Selbsthass und Verzweiflung. Kriegst dein eigenes Leben nicht auf die Reihe und zerstörst genussvoll meins gleich mit. Brüllst mich an, doch ich bin schuld. Du kannst nachts nicht schlafen, ich kann nicht aufhören zu saufen. Du kannst nicht mehr arbeiten, ich kann nicht mehr ehrlich lächeln. Du denkst, der materielle Wert ersetzt den Wert von Gefühlen. Gib mir Geld, raub mir Verstand, komm fühl dich gut. Verkaufst mir in der Mikrowelle aufgewärmte Kälte. Kein Hinweis darauf, wie es weiter geht, ob die Flut uns holt oder wir so weitermachen. Früher Nummer eins, heute auf der Abschussliste. Wollt niemals werden wie du, bin trotzdem auf dem Weg dorthin. Muss die nächste Abfahrt nehmen, sonst ist es zu spät.
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