Montag, 21. November 2011
"Hey'chen ♥ sie"
Ich spiegel mich in der kleinen Scherbe in der Hand. Leises tropfen, leises schluchzen, nehm mich selbst gar nicht mehr wahr. Alles spielt sich ab wie in einem Film, Billigproduktion, schlechte Qualität, erbärmliche Handlung. Die Schauspieler mit blasser Haut, gekennzeichnet vom Alltag. Die tiefen Ringe unter den Augen sind so normal, wie der Alkohol zum Frühstück. Dein nichtvorhandener Blick bringt mich von Tag zu Tag mehr um. Denkst du noch an mich? Ein kleiner dummer Versager, allein. Zusammengekauert in der Ecke, am heulen und mit der Gewissheit, dass nie wieder etwas besser wird. Ich starre durch mein Zimmer, der Raum voll von Erinnerungen. Unser Glück war wie eine Wunderkerze. Die Funken sind explodiert, es war ein Feuerwerk der Gefühle, ganz nah bei uns und so hell, egal wie dunkel die Nacht um uns herum war. Doch jede Wunderkerze verglüht irgendwann. Unsere Kerze ist ausgegangen, aber bitte, lass uns doch einfach eine neue anzünden.
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