Montag, 17. Dezember 2012

Unerträglich.

Flüsternde Worte im Raum, endlose Leere und trotzdem so erdrückend. Unbeantwortete Fragen stehen in der Luft, bewegunglos so als wäre die Zeit einfach stehen geblieben als das Fragezeichen gesetzt wurde. Die kalte Luft spielt mit den Haaren und vereist die Gedanken, nur noch das Herz wärmt zu dieser Jahreszeit. Die Heizung kann auf die maximale Stufe gestellt werden, doch wenn das Herz kalt bleibt, werden wir frieren. Langsam Zeit um die Augen zu schließen, auch wenn der Kopf zu sehr pocht um sich fallen zu lassen in das Meer aus Träumen. Die Weihnachtsbeleuchtung geht aus und nur noch das schwache Licht vom Display spendet etwas Licht. Verlieren Dinge an Bedeutung, wenn wir uns daran gewöhnen oder spielt uns die Einbildung nur etwas vor? Was ist unsere Identität und warum ist sie so schwer zu fassen? Traurige Gedanken füllen den Kopf aus, unkontrollierbar. Es sind diese Momente, in denen wir plötzlich so verletzbar werden, wenn die Nacht den blauen Himmel frisst. Es ist diese Einsamkeit, allein im Bett liegen und nichts hindert uns daran nachzudenken über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Jeder Herzschlag, der sonst so stumm ist, wird hörbar und ist ein unerträgliches Pochen in den Ohren. Es ist der Schleier, der uns die Realität nicht mehr klar sehen lässt, das Zusammenreimen von Dingen, von denen wir vielleicht niemals erfahren werden, ob sie der Wahrheit entsprechen. Das leise Flüstern der Verlorengegangenen, sie sprechen Mut zu. Ihre Stimmen durchbrechen die weiten unserer Existenz und erreichen uns genau da, wo es am deutlichsten spürbar ist - im Herz.

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