Freitag, 7. Juli 2017
Klingt melancholisch, ist aber so.
Manchmal ist alles um uns herum ein riesiger Irrgarten. Ich laufe durch die Gänge meines Lebens, lande vor zahlreichen meterhohen Hecken, drehe um, finde neue Wege und wieder neue Sackgassen. Die Kippen auf dem Boden sind die abgebrannte Vergangenheit, weisen mir den Weg wie Brotkrümel im Märchenwald. Ich verliere mich im Irrgarten, verliere mich in mir selbst. An jeder neuen Kreuzung steht eine Entscheidung, doch ich weiß nicht wer ich bin, kenne mein Ziel nicht, also ist der Weg am Ende egal. Selbst wenn der Ausweg vor mir liegt, woher weiß ich dann, dass er es ist? Vielleicht ist auch der Ausweg die Antwort, oder der Weg dorthin, doch wie lange dauert es bis da hin? Wenn das ganze Leben eine endlose Suche nach sich selbst bedeutet, ist der einzige Ausweg, nicht danach zu suchen und bis zum Schluss ständig eine neue Maske aufzusetzen. Scheitern ist nicht Möglich, denn lediglich die Rolle die wir spielen wird durch eine neue ersetzt. Wir cheaten durch das Labyrinth, schneiden Löcher in die Hecken und laufen, wir laufen so schnell wir können und beginnen wieder von vorn, bis nichts mehr übrig bleibt. Doch was bleibt dann noch? Schachmatt.
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